Wer bin ich, wenn ich nicht leisten kann & wie finde ich mich selbst dadurch?

Ein Thema das mich sehr betrifft. Wer bin ich wenn ich nicht leisten kann? Viele Menschen haben diese Frage da bin ich mir ganz sicher und viele Menschen wissen keine Antwort darauf. Das hat viel mit unserer Kindheit zu tun und viel mit Trauma wie ich selbst erfahren durfte durch Dami Charf. Das verloren sein, die frage ,,wer bin ich wenn ich nicht leisten kann“ resultiert aus Entwicklungstrauma. Wir bekamen in der Kindheit nie die Wertschätzung das wir so wie wir sind schon okay und liebevoll sind, wir mussten immer sein wie unsere Eltern/Erziehungspersonal das von uns erwarteten . Deswegen suchen viele von uns in Arbeitsverhältnissen oder in Vereinen die Anerkennung die sie früher als Kind nie bekammen.

Wenn es dir so wie mir geht das du durch Krankheit egal welcher Herkunft arbeitslos geworden bist, dann ringt man sehr oft mit sich. Warum kann ich nicht mehr? Warum ich? Jeder andere kann arbeiten! Man vergleicht sich ständig mit denen die es angeblich geschafft haben, die arbeiten und fleißig sind. Ich erlebe heute, uns fehlt es sehr oft am Selbstwert was man nicht gleich wieder verteufeln sollte. Wir glauben ohne Arbeit bzw. ohne Leistung nichts wert zu sein, nicht existieren zu dürfen. Das resultiert wie gesagt aus dem Entwicklungstrauma das wir aus unserer Kindheit mitschleppen. Gesunde Menschen die kein Trauma in ihrer Kindheit erfahren haben bzw. Entwicklungstrauma und das ist leider sehr häufig was ich so mitbekomme definieren sich nicht über Leistung oder ob sie Arbeit haben oder nicht. Menschen die darunter leiden haben einen geringen Selbstwert. Sie meinen, das sie ohne Leistung nichts wert sind.

Auch wenn ich in Google suche lässt sich schwer etwas finden zum ,,nicht leisten“ können. Es ist sozusagen ein Tabu Thema, etwas was es nicht geben darf, auch Psychotherapie ist darauf aufgebaut denn Menschen wieder leistungsfit zu machen um ihn im System wieder zu integrieren : sagte auch der Psychiater Hans-Joachim Maaz

Wir machen damit Schwäche und nicht leisten können zu einen Kriterium das es nicht geben darf. Das bestürzt mich als Betroffener sehr. Es zeigt das wir psychische Krankheit noch immer nicht als das verstanden haben was es ist eine gesunde Reaktion auf ein ungesundes System für das Individuum. Wir beziehen Trauma und ihre daraus resultierten Folgen auch noch immer nicht in die Gesellschaft ein wie es sie verdient hätte. Trauma kann so verschieden sein und so verschieden beeinträchtigen, so das ein Leben oft sehr schwer gestaltbar ist.

Ich beschäftige mich seit meiner eigenen Geschichte jetzt immer mehr mit Trauma und mir wird einiges immer mehr klar warum ich so bin wie ich bin. Warum ich nicht einfach nur ,,krank“ bin mit einer Panik und Angststörung. Wer sich mit Entwicklungstrauma beschäftigt wird auch in seiner eigenen Geschichte immer Verständnis erlangen und sich somit besser verstehen. Warum wir reagieren wie wir reagieren, und wir handeln wie wir handeln.

Hier ein kleiner Auszug was Entwicklung Trauma ist

Erfahrungen in den frühen Lebensphasen eines Menschen prägen dessen Selbstbild, Selbstwertgefühl, seine Lebensfreude und seine Lebensenergie bis in das Erwachsenenalter. Wenn diese Prägungen negative Auswirkungen haben, spricht man von Entwicklungstrauma.

Das positive an der ganzen Sache

Durch das Trauma, die Arbeitslosigkeit, den geringen Selbstwert denn wir haben können dadurch neue Dinge entstehen. Auch wenn nicht das Leben ist was wir uns vorgestellt haben. Vielleicht kannst du auch jetzt noch nicht glauben das dass jemals besser wird. Aber durch diese ganze Geschichte und die Beschäftigung mit deinem Trauma bzw. die Heilung von deinem Trauma steigt dein Selbstwert langsam. Du merkst allmählich was wirklich wichtig ist im Leben. Du merkst das du dir endlich die Liebe schenken musst die du dir von anderen erwartest. Du merkst wie lange du deinen Körper und deren Symptome missachtest hast. Du merkst wie sehr du in ein Schema passen wolltest, in das du nie gepasst hast. Du merkst wie sehr du um jeden Preis immer der gute, brave, sein wolltest. Du merkst

  • Du merkst allmählich was wirklich wichtig ist im Leben
  • Du merkst das du dir endlich die Liebe schenken musst die du dir von anderen erwartest.
  • Du merkst wie lange du deinen Körper und deren Symptome missachtest hast.
  • Du merkst wie sehr du dich in ein Schema pressen wolltest in das du nie gepasst hast.
  • Du merkst wie sehr du um jeden Preis immer der gute, brave, sein wolltest.
  • Du merkst wie sehr du es immer jeden recht machen wolltest, nur nicht dir selbst.

Somit hat das alles auch eine positive Seite du findest zu deinem wahren ,,ICH“ und hörst auf Sachen zu machen die dir nicht gut tun. Auch wenn du vielleicht sozial absteigst wenn ich das so formulieren kann, kommst du trotzdem immer mehr zu dir. Was ja eigentlich das wichtigste in der ganzen Sache ist. Denn was sind Geld, Macht, Status wenn es dir psychisch und körperlich nicht gut geht. Glaubst du das du durch die Anerkennung gesund bleibst.

Also es betrifft in Österreich und Deutschland so viele Menschen die nicht mehr so leistungsfähig sind wie früher oder garnicht mehr leisten können. Hier nachzulesen https://oe1.orf.at/artikel/292937/Psychisch-Kranke-besonders-oft-arbeitslos. Wir bekommen meist keine Hilfe. Wichtig ist nur das wir schnell wieder arbeiten können. Nicht für uns sondern für andere. Dabei beißt sich die Katze in denn Schwanz und wieder geht es nicht um uns. Es geht darum was andere wollen, was andere für besser halten, was andere meinen, das jetzt im Moment richtig sei für uns.

Also zusammengefasst aus dem ganzen es ist wichtig das du auf dich hörst auf deinen Körper, auf deinen seelischen Zustand, und mag da noch so viel Gegenwind kommen bleib standhaft und stehe zu dir und deinem Leben. Du weißt schon was am besten für dich und dein Wohlbefinden ist. Und seien wir uns ehrlich, arbeiten ist nicht das wichtigste im Leben. Oder meinst du jemand ist am Ende seines Lebens stolz darauf wie lange er gearbeitet hat, oder wieviel er gearbeitet hat.

Ich glaube am Ende unseres Lebens geht es um ganz andere Dinge. Habe ich das Leben gelebt das ich für richtig hielt. Habe ich so gelebt wie ich es wollte oder habe ich so gelebt wie es andere von mir wollten? Habe ich alles so gut wie es ging genoßen?

Somit sprich ich für alle Arbeitslosen die durch psychische Erkrankung arbeitslos geworden sind und so sehr an sich zweifeln und ihr ganzes Leben schon mit sich ringen oder erst seit kurzer Zeit. Mit euch ist absolut nichts falsch, ihr seit liebenswerte Menschen wie jeder andere auch. Ihr habt verdient euch auch zugestehen das ihr wertvolle Menschen seit, obwohl ihr es vielleicht auch nie gelernt habt, weil ihr euch euer ganzes Leben über Leistung definiert habt. Ihr seit so wie ihr seit perfekt.

Also jeder von uns muss seinen individuellen Weg finden um mit einer Arbeitslosigkeit die durch Erkrankung entstanden ist umzugehen. Der eine schafft das besser der andere nicht, daran ist nichts schlimmes aber wir müssen lernen das Leben auch wenn wir keine Arbeit haben zu genießen. Wir dürfen uns nicht denn Spaß am Leben und die Freude nehmen lassen n ur weil wir so sind wie wir sind. Nur weil wir vielleicht 2 Stunden am Tag arbeiten können oder whatever.

Höre auf dich über Leistung zu definieren. Du bist und warst schon immer ein wundervoller Mensch auch wenn alles nicht mehr so ist wie es einmal war.

In Liebe Chris

Aja, wenn ihr meine Arbeit toll findet und ihr mich unterstützen wollt findet ihr auf meiner Homepage einen Paypal Link zum spenden. (Es steht direkt Spenden dort und ihr werdet dann einfach zu Paypal weiter geleitet)

Ich würde mich sehr freuen wenn euch meine Arbeit hilft, und ihr mich unterstützen würdet wenn ihr könnt. Vielen Lieben Dank euer Chris

Christoph

Ein Gedanke zu ”Wer bin ich, wenn ich nicht leisten kann & wie finde ich mich selbst dadurch?

  1. Hallo Chris!
    Manches wovon du schreibst ist für dich im Zusammenhang mit erlittenen Traumata sicher richtig.
    Was für mich zählt:
    Arbeit ist für mich SINNVOLLES TUN. Es ist zwar nicht mehr Erwerbsarbeit, jedoch auch die ständige Erziehungs-, und Beziehungs-ARBEIT ist für mich jedenfalls sehr erfüllend und auch SINN-stiftend. Genauso ehrenamtliche Arbeit, oder solche in Sozialprojekten bzw. Vereinen. Ohne diese Beschäftigungen wäre mein Leben nicht strukturiert, ohne Halt und ohne Erfolgserlebnisse. Ich arbeite wie eben erwähnt sehr gerne täglich, wenngleich auch nicht mehr im alltäglichwen Erwerbsleben!

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