Dein Leben ändern nach einer Angststörung

Was für ein Titel. Wer will denn schon sein Leben ändern es passt doch alles oder? Solange du keine Angststörung hast denke ich schon das dein Leben gut läuft oder ziemlich ok.

Aber aus meine Erfahrung mit einer Angststörung, läuft das Leben ganz und garnicht wie man will, denn erstens man hat dauernd Symptome und zweitens kann man Dinge die man mal gemacht hat nicht mehr machen weil man dauerhaft Angst vor der Angst hat so war es zumindest bei mir.

Was tust du um dein Leben zu ändern?

Denkst du noch immer du brauchst nichts zu tun und deine Angststörung verschwindet von selbst, sei es mit Tabletten oder was auch immer. Das wäre halt der schnelle Weg, Tabletten zu nehmen und wieder gleich zu funktioniern wie davor.

Sinnvoll? Nicht für mich?

Aus meiner Erfahrung ist das kein guter bzw. langfristiger und heilsamer Weg mit der Angst umzugehen. Für mich selbst waren Tabletten nie ein Thema, ich wollte das aus eigener Kraft schaffen auch wenn es länger dauert, das war mir egal denn alles andere sah ich als Verrat an mir selber.

Ich erkannte langsam inmitten meiner Angststörung das ich mein Leben in andere Bahnen lenken musste, denn so wie ich es jetzt gelebt habe und getan habe hat es anscheinend nicht funktioniert. Deswegen auch die Angststörung. Nun begann ich langsam mit kleinen Schritten mein Leben zu verändern und wieder in positive Bahnen zu lenken.

Aber du denkst dir doch sicher jetzt?

Muss ich mein Leben wirklich ändern läuft doch alles gut oder?

Läuft wirklich alles so gut? Warum hast du dann eine Angststörung ?

Denke mal nach……..

Und glaubst du noch immer nicht das du etwas ändern musst ? Dann gut! Dann brauchst du hier auch nicht mehr weiterlesen. 😉

Wenn du aber Dinge ändern willst aber noch nicht so recht weißt wie oder was dann hier eine kleine Liste?

1.Wie sieht es mit deinem Job aus? Deinen Kollegen? Arbeitest du gerne in diesem Job, oder gehst du schon Montagmorgens mit Bauchweh dorthin. Leidest du sogar unter Mobbing? Also wie wärs mit einer Neuorientierung oder einen Jobwechsel intern, man muss auch nicht immer gleich kündigen.

2.Wie sieht es in deiner Familie aus? Bist du immer das schwarze Schaf der Familie der nichts schafft oder der noch nicht dies und jenes hat? Oder wo sich deine Bedürfnisse hinten anstellen müssen? Sitzt du immer schweigend am Familientisch? Wie wäre es es mit ein bisschen Distanz? Oder du umgibst dich mit Menschen die deine Nähe zu schätzen wissen.

3.Auch mit denn lieben Freunden? Hast du nur Freunde die sich melden wann sie mal wieder etwas brauchen, sei es bei einem Wohnungsumzug oder nur weil eben gerade keiner zeit hat ? Oder nur zum Party machen? Dann kann man auch hier für sich prüfen ob das die ,,richtigen“ Freunde sind. Und ob du vielleicht andere Menschen in deinem Umfeld hast die dir besser tun?

4.Wie sieht dein Lebenswandel aus? Wie ernährst du dich? Enstspannst du dich? Ist dein Feierabendbier ein MUSS um abschalten zu können vom stressigen Alltag? Danach noch denn Fernseher und Chipp’s? Und meine Zigaretten dürfen ja natürlich auch nicht fehlen. Wobei ich selber immer ehrlich bin und auch ich nicht immer so gesund lebe wie man es sollte. Trotzdem ist das ein sehr wichtiger Aspekt. Behandle deinen Körper wie deinen besten Freund. Aber wenn das überhand nimmt sei es mit Alkohol und sonstigem, dann darfst du dich gerne fragen. Kann man da vielleicht ein bisschen gesünder Leben? Man muss nicht gleich Veganer oder so werden. Aber man kann doch zmb. sein Feierabendbier auf einmal die Woche beschränken. Und statt der Tüte Chipp’s mal eine Gurke essen. So gut wie keine Kalorien haha

5. Stress, Stress, Stress. Wenn das dein ständiger Begleiter ist dann ist das auch ein Faktor für Angst und Symptome. Also wie kannst du da dein Leben verändern wenn du nur immer funktionierst und im Stress bist. Ganz einfach übe dich im Nichtstun. Das schwerste in unserer heutigen Gesellschaft. Einmal am Tag 15 Minuten nichts tun, kein handy, keine mails, kein fernsehen, keine Musik, NICHTS!!! Einfach mal nichts tun probiere es aus!

Ich finde das wären schon mal gute Tipps um mal ein anderes Licht auf dich und deine Angststörung zu bekommen. Und vielleicht prüfst du für dich wie weit sich das alles stimmig anfühlt. Und kannst in deinem leben nachschauen in welchen Bereichen du etwas verändern möchtest.

Damit wünsche ich dir alles Gute.

Nun ich würde mich über einen Kommentar von dir freuen ob dir der Blog Beitrag gefallen hat und was du dazu sagst?

Bis demnächst.

Christoph

11 Gedanken zu „Dein Leben ändern nach einer Angststörung

  1. Hi,

    hab heute in der kleinen Zeitung von deinem Blog gelesen. Ich finde es super mutig von dir dass du an die Öffentlichkeit gehst.
    Damit machst du anderen sicher viel Mut, zu sich zu stehen 🙂
    Alles Gute dir! Mach weiter so! Liebe Grüße Karin

  2. Hallo!

    Ich finde es auch wahnsinnig toll, dass du diesen Blog betreibst. Mir hätte er in der schlimmsten Zeit meiner Zwangsstörung sicherlich sehr geholfen, weil ich mich einfach so verloren gefühlt habe. Und so hoffe ich, dass er möglichst vielen Menschen hilft, weil man dadurch merkt, dass man nicht alleine ist, sondern dass es so viele Leute gibt, die ganz ähnliche Ängste und Probleme haben. Offen über seine Gefühle reden, seine Erfahrungen schildern und zuhören ist meiner Meinung nach das beste, was man tun kann.

    Was ich aus meiner Sicht für andere noch sagen mag: Nicht den Mut verlieren, es wird irgendwann besser. Nur leider meistens nicht so schnell, wie man es sich wünscht. Ich weiß aber auch, dass das in einer Akutsituation meistens kaum ein Trost ist. Mittlerweile kann ich dem wie mich meiner Zwangsstörung verändert hat aber auch sehr viel Positives abverlangen, auch wenn ich noch jeden Tag mit ihr zu kämpfen habe.
    Und mir hat vor allem Psychotherapie geholfen, das würde ich wirklich jedem empfehlen. Tabletten habe ich parallel auch ein paar Monate genommen, obwohl ich das lange Zeit strikt abgelehnt habe, aber irgendwann war die Verzweiflung zu groß. Aber da weiß ich nicht, ob die etwas gebracht haben. Auf jeden Fall habe ich sie sobald es mir etwas besser ging langsam wieder abgesetzt.

    LG Andreas

    1. Oh das freut mich das es dir wieder besser gut, du bist ja auch gleich wie ich ein Mutmacher der zeigt das es sehr wohl einen Weg daraus gibt. und das man damit nicht unnormal ist. Und offen über alles zu reden ist so wichtig, wenn nicht das wichtigste.

  3. Danke lieber Christoph für deine rasche Anntwort in meinem Mail!
    Wennich den Blutdruck senken kann mit Pillen, geht es mir gleich besser, nur ist das nicht immer der Fall.
    Es gibt nämlich in meiner Familie starke gesundheitlicheProbleme , die mir stark zusetzen in meiner Angst, deswegen treten diese fast jedenTag auf, am allermeiesten morgens beim Wachwerden und erst nach ca. 2 Stunden nach der Tabletteneinnahme besser werden. So schaut es für meine Situation aus.

    Liebe Grüßa an dich lieber Chtistoph und alles Gute

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